derstandard.at 12.07.2012

"Kettenverträge": Abfallberater der Stadt Wien wehren sich

Bianca Blei, 12. Juli 2012, 15:32
Die AbfallberaterInnen wollen keine "48er-Wegwerfartikel" sein.

Betroffene fordern in einem offenen Brief Anstellungen statt befristeter Werkverträge

Zeitlich begrenzte Werkverträge, kein gesichertes Einkommen und teilweise Willkür bei der Vergabe von Aufträgen: Die Beschäftigungssituation der AbfallberaterInnen der Stadt Wien ist prekär. Nun steigt der Großteil der 31 Personen, die in der Abteilung der MA 48 tätig sind, auf die Barrikaden. In einem offenen Brief an die politischen Verantwortlichen der Stadtregierung, der Gewerkschaft und des Magistrats fordern sie faire Verhältnisse und eine Anstellung.
Seit der Einführung der Mülltrennung in den 1980er Jahren gibt es in Wien die Abfallberatung. Die MitarbeiterInnen der Abteilung bieten Workshops für Schulklassen und Gruppen an, betreuen Informationsstände des Magistrats und beantworten am Misttelefon Fragen der BürgerInnen. Nach dem Wiener Abfallwirtschaftsgesetz ist die Existenz der Abteilung für die Stadt Wien verpflichtend. Doch nicht alle gesetzlichen Vorgaben werden bei den AbfallberaterInnen erfüllt. mehr...